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Schlafen wie ein Engel mit TCM

 

Danke, dass Sie sich an meiner Umfrage (siehe Seitenleiste) beteiligen! Das erste Wunschthema, dass ich aus den Ergebnissen aufgreifen möchte ist das Schlafen. Ja, der Schlaf ist besonders wichtig für ganzheitliche Gesundheit, denn Schlafstörungen wirken sich auf Körper, Psyche und Geist aus und machen schnell krank.

Deswegen gehört Schlafen neben Schmerzen und Jucken zu den Problemen, die als erstes behandelt werden müssen, bevor es an die Behandlung der Konstitution und der Ursachen der Beschwerden geht. Folglich hat gerade in der TCM dieses Thema eine enorme Wichtigkeit und immer Vorrang!

Die Ursachen sind natürlich vielfältig und ich denke, ich kann mir sparen, diese aufzuzählen. Ich werde mich hier auf die Sichtweise der TCM beschränken, warum manche Menschen gut und andere schlecht schlafen und Einschlaf- oder Durchschlaf-Störungen haben. Denn diese Sichtweise ist sehr ganzheitlich und bietet uns dann auch die richtigen Vorgehensweisen, um wieder besser schlafen zu können und Schlafstörungen zu heilen.

 

Schlafen aus Sicht der TCM

 

Schlafen gehört zum Yin, dient der Regeneration des Körpers und ermöglicht uns, in der Nacht eine Ruhepause einzulegen, in der wir nicht aktiv sind. Phasen von Aktivität (Yang) und Regeneration (Yin) sollten sich die Waage halten, so wie es beim Yin-Yang-Zeichen auch der Fall ist. Da sind beide Anteile gleich groß.

Durch Stress, psychische Belastung, zu viel Aktivität, eine Lebensweise die nicht nährt, zu spätes Essen, zu wenig Pausen u.s.w. kommt dieses Gleichgewicht aus der Mitte.

Schlafstörungen jeglicher Art entstehen, wenn der Yang-Anteil, also die Aktivität höher ist als der Yin-Anteil, also die Ruhe. Das ist logisch und nachvollziehbar. Da Yin kühlt und Yang wärmt, entsteht durch fehlende Kühle oder zu viel Wärme folglich ein Hitze-Zustand. Dieser kann sich durch ein rotes Gesicht, rote Wangen, Hitzegefühlen, Schwitzen und Abneigung gegen Wärme zeigen.

 

Wann nun nimmt der Yin-Anteil ab?

 

Zuerst einmal ist es ganz normal, dass im Laufe des Lebens das Yin verbraucht wird und sinkt. Es ist also eine Folge von Umständen, die sich nicht aufhalten lassen. Jedoch ist es durchaus möglich, regelmäßig das Yin zu nähren und etwas gegen diesen natürlichen Alterungsprozess zu tun.

Dann gibt es natürlich noch eine angeborene Yin-Schwäche. Das sind die Menschen, die zart wie Elfen durchs Leben wandeln, nie zunehmen und von jedem kleinsten Luftstoß umgehauen werden. Auch die hyperaktiven sowie die unruhigen Geister gehören zu dieser Kategorie Mensch. Und manchmal kann sich dann im Laufe des Lebens zu diesem Yin-Mangel noch ein Yang-Mangel hinzu gesellen und dann kommt es trotzdem zu Übergewicht oder Erschöpfung. Dazu finden Sie mehr Beiträge in der Kategorie TCM.

Meist entsteht der Yin-Mangel aber durch die Lebensweise und Ernährungsgewohnheiten. Und hier lässt sich natürlich gut ansetzen und etwas tun!

Als wichtigste Maßnahme sollten Sie alles meiden, was den Körper noch mehr erhitzt, denn Hitze schädigt das Yin und erhöht das Yang. Hierzu gehören alle scharfen Gewürze, auch (zu meinem Leidwesen) Ingwer. Dann Kaffee, Rauchen, und gegrilltes oder gebratenes Fleisch.

 

Um besser zu Schlafen, müssen Sie das Yin stärken!

 

Yin und Yang müssen angeglichen werden, bis sie optimaler Weise wieder gleich groß sind.

Hierzu ist entspannendes Tun, bspw. Schreiben, Malen, Musizieren, Spazieren-gehen, Joga, Schwimmen, Tanzen und Qi-Gong empfehlenswert. Ideal ist es, wenn Sie eine Entspannungsmethode lernen und diese regelmäßig anwenden. Das Problem ist, wenn sie mehr Yang, also Aktivität in sich haben, als Yin, also Ruhe, dann fällt es Ihnen schwer, sich zu entspannen und dann regt Sie Meditieren oder Autogenes Training vielleicht auf und die Unruhe (Yang) erhöht sich nur noch. Deswegen empfehle ich, etwas zu suchen, das sie gerne tun und dies dann ohne Ehrgeiz und Ziel zu machen. Also nicht Tanzen oder Schwimmen, um eine gute Leistung zu erzielen oder gar eine Meisterschaft zu gewinnen! Das wäre kontraproduktiv und damit stärken Sie das Yang und nicht das Yin!

 

Ernährung und Kräutertees, die das Yin stärken

 

Hierzu habe ich einen extra Beitrag geschrieben, der demnächst veröffentlicht wird. Grundsätzlich können Sie sich daran halten, dass alle eher kühlend wirkenden Lebensmittel und Kräuter immer das Yin stärken. Das Problem ist, dass diese gleichzeitig befeuchten und die Milz schwächen. Und deswegen sollten Sie vorsichtig sein und eher neutrale und leicht kühlende Lebensmittel aus den Lebensmittel-Listen auswählen und die kalten Lebensmittel zumindest mit Getreide kombinieren, damit die Milz gestärkt wird. Diese Lebensmittel-LIsten sowie weitere Informationen finden Sie im Beitrag „Ernährung nach TCM„. Die meisten Gemüse- und Ostsorten sind kühlend oder kalt. Diese leicht angedünstet aber noch bissfest mit Flocken, Reis, Hirse oder anderem Getreide sollten die Grundlage Ihrer Ernährung bilden.

Interessiert Sie, wie Sie an der Zunge ablesen können, ob Sie tatsächlich einen Yin-Mangel haben, dann schauen Sie nach der Farbe rot, gelben Belägen, fehlendem Belag, Rissen oder tiefen Mulden. Genaueres finden Sie im Beitrag „Die Zunge als Spiegel der Gesundheit„.

CC BY 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 4.0 international.

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