Psychotherapie und chinesische Medizin

 

Sicherlich werden Sie sich wundern, dass Traditionelle chinesischen Medizin (TCM), Kräuterheilkunde, Akupunktur und chinesische Ernährungsberatung angewendet wird, um psychische Beschwerden zu behandeln. Was haben Psychotherapie und chinesische Medizin oder gar Ernährung miteinander zu tun? Jede ganzheitliche Therapie, und folglich auch die TCM beinhalten Konzepte für die Behandlung von seelischen Problemen. Doch besonders die TCM mit den fünf Elementen schafft eine wunderbare Grundlage, um die Psyche und ihre emotionalen Zustände mit einzubeziehen. Auch wird jedem Element ein Geschmack zugeordnet. Deshalb sind positiv wirkende Nahrungsmittel sehr einfach herauszufinden.

 

Die Elemente und ihre Zusammenhänge

 

Holz: Leber, Galle, Auge,  sauer, Fantasie, Tatkraft, Durchsetzung, Wut, Zorn, Aggression

Feuer: Herz, Dünndarm, Zunge, bitter, Freude, Kreativität, Offenheit, Ungeduld, Grausamkeit, Arroganz

Erde: Milz, Magen, Bauchspeicheldrüse, Mund, Übergewicht, süß, Ausgeglichenheit, Gerechtigkeit, Sorgen und Grübeln

Metall: Lunge, Dickdarm, Nase, Haut, scharf, Mut, Anpassungsfähigkeit, Kummer, Trauer

Wasser: Niere, Blase, Ohren, salzig, Gelassenheit, Stille, Bescheidenheit, Stress, Angst und Schock

 

Behandlung

 

Jedes Element sollte in einem gesunden Maße aktiv sein, also weder zu viel noch zu wenig. Manche Elemente, wie das Holz, also die Leber, neigen dazu, gestaut zu sein oder in eine Hitze, also Überaktivität zu kommen. Dies kann dann zu Unausgeglichenheit und Reizbarkeit bis zu Wutausbrüchen führen. Körperliche Symptome wie Kopfschmerzen sowie Schmerzen und Verspannungen kommen meist hinzu.

Das Element Erde, also die Milz dagegen neigen dazu, eher zu schwach zu sein und durch unsere aus dem Kühlschrank oder gar Eisfach kommende und häufig rohe Ernährung wird dann immer schlechter verdaut, weil das Verdauungsfeuer nicht mehr in Gang kommt. Dann fehlt das Qi und es kommt zu Müdigkeit, Sorgen und Grübeln und möglicherweise Gewichtszunahme. So ist eine gute Verdauung die Mitte des ganzen Menschen und steht im Zentrum jeglicher psychischer und körperlicher Ausgeglichenheit.

Dazu kommt, dass sich die einzelnen Elemente in verschiedenen Kreisläufen gegenseitig beeinflussen und wenn eines zu schwach ist, kann dies von einem zu starken oder schwachen anderen Element kommen. Auch ist es mögich, dass sich das negaltiv auf wieder andere Elemente auswirkt.

Es wird also nicht nur das jetztige Symptom behandelt, sondern es muss die Ursache herausgefunden werden, nur dann wirkt die Behandlung langfristig. Hier gehören vor allem Lebensgewohnheiten und Ernährungsfehler häufig dazu, deswegen ist Ihre Mitwirkung notwendig.

Besondern zu viel Rohkost und zu wenig Kohlenhydrate oder häufige Diäten können schwere Probleme bewirken, da das Erdelement geschwächt wird. Aus diesem Grund wird in der chinesischen Medizin viel gekocht und die Basis jeden Essens ist der Geschmack süß, der in Kartoffeln, Reis, Mören und anderem Getreide natürlich vorkommt. Zucker und weißes Mehl jedoch schwächst die Erde und Sie sollten dies meiden.

Sie erkennen, dass die Befragung und Untersuchung länger dauert, um all diese Zusammenhänge in seiner Ganzheit zu betrachten. Wertvolle Hinweise hierzu sind Ihre Vorlieben, ihr Temperaturverhalten, ihre körperlichen Beschwerden und vieles mehr. Hieraus leite ich die optimale Therapie ab. Und Ihnen ist nun hoffentlich ein bisschen klar, wie gut Psychotherapie und chinesische Medizin miteinander arbeiten können, um Ihnen dauerhafte und langfristige Verbesserung oder Heilung zu ermöglichen.

 

Wie die Ernährung nach den fünf Elementen genau aussieht, erfahren Sie hier.

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