Ernährung nach TCM (Traditionelle chinesische Medizin) soll das Qi, das Yin und das Yang stärken und harmonisieren. Yin und Yang sollte im Gleichgewicht sein, das sich wie Tag und Nacht in einem ständigen Wandel befindet. Qi sollte in ausreichender Menge ungehindert durch den Körper fließen können. Dann ist Ihr Körper, Psyche und Geist gesund. Yin ist hierbei das Stoffliche, also die Substanz, das Beruhigende, das Kühlende, die Nacht. Yang ist die Energie, also Ihre Aktivität und Bewegung, das Wärmende, der Tag. Qi wird meist als Lebenskraft, Bewegung oder Energie übersetzt. Es ist das, was uns lebendig hält. Wenn das Qi nicht mehr fließt, dann sind wir tot. Deswegen ist das Qi auch die Grundlage des Yang und beides hängt ganz eng zusammen.

 

Ernährung bringt in Harmonie

Um Yin, Yang und Qi auszugleichen und zu nähren ist die Ernährung nach TCM häufig milchfrei und Gemüse und Getreide – besonders Reis sind die Grundlage. Meist orientiert sich der Speiseplan an den Produkten der Region und Saison. Empfehlenswert ist, wenn jedes Gericht oder Getränk möglichst alle Geschmacksrichtungen der fünf Elemente enthält:
Erde – süß, Metall – scharf, Wasser – salzig, Holz – sauer, Feuer – bitter.

Wichtig ist, dass regelmäßig gegessen wird, möglichst dreimal täglich und Sie den Verdauungsorganen zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 h Pause lassen, um ihre Arbeit zu tun. Kommt die Nahrung nicht direkt aus dem Kühlschrank und ist warm oder zumindest leicht erwärmt, dann stärken Sie die Verdauung noch mehr und regen auch den Stoffwechsel an. Idealerweise ist das Frühstück warm und nährend, um dem Körper Energie für den ganzen Tag zu liefern. Abends dagegen sollte nicht zu spät und nicht zu üppig gegessen werden, damit der Körper sich nachts erholen kann und das Yin gut regenerieren kann. Hier können Sie auch den Rest vom Mittag als Salat zubereiten. Es empfiehlt sich jedoch, nur wenig oder keine Rohkost zu verwenden, denn diese ist sehr schwer verdaulich und überfordert meist die Verdauungsorgane.

Getreide, Obst und Gemüse hat in der Ernährung nach TCM den Hauptanteil an unseren Lebensmitteln. Das entspricht sogar den Empfehlungen von nicht naturheilkundlich orientierten Ernährungsberatern.

Die meisten Gerichte in der Ernährung nach TCM sind warm. Oder, wenn sie kalt sind, dann wird eine Suppe oder ein heißer Tee dazu genossen. Die Getränke sollten ebenfalls warm sein. Wenn Sie keinen Tee mögen, dann probieren Sie es mal mit heißem oder lauwarmem Wasser.

 

Das Verdauungsfeuer

In der TCM ist das Element Erde mit Magen und Milz sehr zentral. Die Milz ist verantwortlich, um das Verdauungsfeuer in Gang zu bringen und nur wenn dieses gut brennt, dann kann das Qi zu allen anderen Organen fließen. Da Brot, Zucker und weißes Mehl nun die Milz, also das Verdauungsfeuer schwächen, sollte darauf in der Ernährung nach TCM weitgehend verzichtet werden.  Durch die Verstoffwechselung von Brot und Lebensmitteln aus weißem Mehl oder Zucker entsteht zu viel Feuchtigkeit, die belastend auf die Milz und den Qi-Fluss wirkt und zu Übergewicht führt. Besonders wenn Sie abnehmen wollen und sich psychisch zurück in Ihre Mitte bringen wollen, lohnt es sich, Brot, Zucker und weißes Mehl von Ihrem Speiseplan zu streichen. Auch Rohkost, Milchprodukte, Nahrungsmittel und Getränke direkt aus dem Kühlschrank und Eis sollte nur gelegentlich und in kleinen Mengen dazu gehören. Auch sie schwächen die Milz. Neben Übergewicht sind die Folgen einer schwachen Milz auch Erschöpfung, Müdigkeit, Grübeln, sich Sorgen und Verdauungsbeschwerden aller Art. Schreitet diese Schwäche fort, dann kann auch eine Depression die Folge sein. Alle anderen Organe werden nicht ausreichend mit Qi versorgt und können erkranken. Außerdem kann es zu Feuchtigkeit kommen, was sich dann in Übergewicht zeigt.

 

Hitze verbrennt das Yin

Neben der Milz-Schwäche ist das Hauptproblem in unserer Gesellschaft die Hitze. Besonders häufig kommt eine Magen- Leber-, Dickdarm- oder Herz-Hitze vor. Rauchen, Kaffee und Alkohol kann diese verursachen oder die Hitze weiter verstärken. Irgendwann kann der Körper die Hitze nicht mehr kühlen und es kommt zu einem Vulkanausbruch, der sich beispielsweise im Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall äußern kann. Hierbei kann die Hitze durch zu viel Yang oder zu wenig Yin verursacht sein.  Das Problem der Hitze ist auch, dass sie das Yin, also die Substanz im Körper zerstört. Wechseljahrbeschwerden mit Hitzewallungen sind beispielsweise eine Hitze der Nieren, die durch einen Yin-Mangel verursacht ist. Schlafstörungen, Burn-Out und innere Unruhe sind die Folgen eines Yin-Mangels. Migräne und Kopfschmerzen dagegen kommen meist von Leber-Hitze, die in den Kopf aufsteigt.

Doch nicht nur diese Beschwerden sind die Folge: wird die Hitze nicht gekühlt und das Yin nicht wieder aufgebaut, dann kann dies ernste Folgen haben. Irgendwann kommt es zu oben beschriebenem Vulkanausbruch, der heutzutage häufigsten Todesursache westlicher Länder. Oder Ihre Gesundheit im Alter ist stark beeinträchtigt. Denn je älter Sie werden, um so schwächer wird das Yin, das ist der natürliche Alterungsprozess. Zehrt Hitze dann noch zusätzlich an Ihrem Yin-Vorrat und kann er sich nicht mehr auffüllen, dann werden Sie im Alter viele Beschwerden haben.

 

Das Yin stärken

Deswegen sollten alle heiß wirkenden Nahrungsmittel wie gebratenes oder gegrilltes Fleisch, scharf gewürztes Essen, mehr als eine Tasse Kaffee pro Tag oder Rauchen nur Ausnahmen sein. All dies erhitzt den Körper und schwächt das Yin. Schauen Sie sich mal Ihre Zunge an, dann können Sie Hitze leicht erkennen: die Zunge ist rot und der Belag ist entweder gelblich oder es gibt viele Risse. Auch an Ihrem Gesicht können Sie Hitze leicht erkennen: es ist rot oder Ihre Wangen sind rot. Ebenfalls sehr trockene Haut oder starkes Durstgefühl sind ein Hinweis auf Hitze.

Haben Sie bereits Hitze im Körper, dann können Sie aus unten stehenden Lebensmittellisten kühlende (erfrischende) oder kalte Lebensmittel auswählen und damit Ihr Yin wieder aufbauen. Dies dauert allerdings mehrere Jahre und so benötigen Sie viel Geduld bis Sie eine deutliche Verbesserung Ihrer Lebensqualität bemerken. Beschleunigen können Sie das mit entsprechenden Kräutertees, die Ihnen Heilpraktikerin Silke Geßlein gerne verordnet.

 

Auch mal Ausnahmen erlauben

Dabei finde ich es wichtig, sich nicht fanatisch und starr an irgendwelche Regeln zu halten, sondern wirklich zu spüren, was Ihnen gut tut. Und jede Ausnahme bestärkt die Regel, also beim Essengehen oder bei Freunden können Sie natürlich das essen, was es gibt. Es geht beim Thema Ernährung wirklich darum, dass Nahrung wieder anfängt, uns mit Energie zu nähren und ein schönes Essen mit Freunden, auch wenn es vielleicht nicht nach ihren Ernährungskriterien gekocht ist, ist doch Nahrung für die Seele und somit bringt es Sie in ihre Mitte und tut Ihnen gut.

 

Lebensmittellisten für die Ernährung nach TCM

Hierbei hat die Temperatur, in der die Lebensmittel wirken, nichts mit der Temperatur zu tun, in der sie zubereitet oder gegessen werden. Die Temperatur können Sie den unten stehenden Lebensmittellisten entnehmen.

Auch können Sie den Listen entnehmen, welches Lebensmittel zu welchem Element gehört. Ist das Lebensmittel kühl (erfrischend) oder kalt, dann wird Ihr Yin gestärkt, also das Element beruhigt. Das ist gut, wenn das Element gestaut und angespannt ist oder gar in einem Überschuss ist. Ist das Lebensmittel dagegen warm oder heiß, dann wird Ihr Qi und Yang gestärkt.

 

Aber Vorsicht mit thermisch kalten und heißen Lebensmitteln oder Gewürzen!

Thermisch kalt wirkende Lebensmittel schwächen das Qi und das Yang. Thermisch heiß wirkende Lebensmittel dagegen schwächen das Yin. Besteht bei Ihnen also ein Yin- sowie Yang-Mangel gleichzeitig, was leider häufig vorkommt, dann müssen Sie Heißes und Kaltes weglassen und gleichzeitig das Milz-Qi stärken, damit die Nahrung gut verdaut werden kann und der Stoffwechsel optimal funktioniert.

Dann wählen Sie aus der Liste Lebensmittel aus, die thermisch kühl, wärmend oder neutral wirken und lassen alle heißen und kalten Lebensmittel weg. Leider widersprechen sich die Listen manchmal.

Auch die ein oder andere Ausnahme ist nicht schlimm, solange sie mit anderen Lebensmitteln ausgleichen. Beispielsweise wenn Sie nicht auf Zimt verzichten möchten (dieser wird meist als heiß eingestuft), dann würzen Sie gleichzeitig mit etwas Zitronensaft und schon haben Sie die erhitzende Wirkung vom Zimt wieder ausgeglichen. Und wenn Sie etwas kochen, dann wirkt es nicht mehr ganz so kalt und somit können Sie auch thermisch Kaltes wie Tomaten weiterhin in Ihrem Speiseplan lassen.

Auch die Zubereitungsart verändert die Wirkung. Durch Rösten, Braten und Grillen werden die Lebensmittel wärmender. Durch Einweichen in Wasser oder keimen werden sie kühlender.

Lebensmittelliste 1

Lebensmittelliste 2

 

 

Kochbücher, die ich alle selbst habe und benutze

Zum Selbstausdrucken als pdf, sehr empfehlenswert ist das Buch mit der Leberhitze, da dies ein großes Problem ist, z.B. führt Leberhitze zu Schmerzen und Verspannungen.

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