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Brot und Milchprodukte in der TCM

 

Das Wichtigste der TCM-Ernährung ist das Stärken der Milz, also genauer des Verdauungsfeuers. Diese nun möchte es warm haben und trocken, damit sie richtig gut funktionieren kann. Somit sind befeuchtende und kalte Nahrungsmittel wie Brot und Milchprodukte am besten nur in geringem Umfang empfehlenswert, außer ihr Körper benötigt mehr Feuchtigkeit und ist zu trocken und heiß.

Haben Sie Verdauungsprobleme, möchten Sie abnehmen, haben Sie Durchfall oder eine andere chronische Krankheit, die Sie über die Ernährung verbessern möchten? Dann ist in jedem Fall eine Stärkung der Milz das Zentrum Ihrer Ernährungsumstellung. Zu viel Feuchtigkeit wirkt sich auch  auf die Psyche aus. „Schleim verlegt den Herzkanal“ wird das in der TCM genannt. Wenn Sie also auf befeuchtende Nahrungsmittel verzichten oder diese reduzieren, dann werden Sie sogar depressive Verstimmungen und Angststörungen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände verbessern können.

Ebenfalls Schmerzen können Sie über diese Ernährung verbessern, denn die Faszien, die ja meist für Schmerzen zuständig sind, gehören auch zum Funktionskreis Erde, zu dem die Milz gehört. Somit stärken Sie unter anderem die Faszien, wenn Sie ihr Verdauungsfeuer stärken und befeuchtende Nahrungsmittel reduzieren, sowie alles möglichst warm essen.

Hier höre ich dann meist einen Aufschrei. „Was kann ich denn dann überhaupt noch essen?“ Gehören Sie auch zu denen, die Brot und Milchprodukte über alles lieben und sich ein Leben ohne nicht vorstellen können?

 

Alternativen mit Brot und Milchprodukten

 

Hier meine Tipps:

  1. Brot mit Suppe: Essen sie zu Brot lieber eine Suppe oder ein Gemüse, statt Käse und Tomaten. Das ist für die Milz bekömmlicher.
  2. Jogurt-Dipp mit Backofen-Gemüse: Essen Sie einen Dipp aus Jogurt (ich empfehle Soja-Jogurt ohne Zuckerzusatz) mit Kräutern, etwas Salz, einem Schuss Essig und einem Tel. Senf zu gebackenem Gemüse. Hierzu eignet sich fast jedes Gemüse, wenn es im Backofen ca. 20 Min. bei ca. 175° C gebacken wird. Das Gemüse streiche ich mit Öl ein oder gebe mundgerechte Stücke in eine Schüssel mit etwas Bratöl und Salz , ev. Paprika, Kümmel und schließe die Schüssel mit einem Deckel und schüttele alles gut durch. Dann verteile ich das Gemüse auf einem Backpapier. Das geht mit Kartoffeln, Karotten, Rosenkohl (halbiert), Zwiebeln (halbiert oder kleiner), Knoblauch, rote Beete, Kürbis, vor allem Butternut (gibt schöne Scheiben), Zucchini, Paprika, Auberginen – alles in Scheiben oder Stücke geschnitten.
  3. Den Dipp aus Jogurt können Sie auch zu gedünstetem oder dampf-gegartem Gemüse essen. Ebenfalls zu einer Gemüse-Reis-Pfanne
  4. Warmes Frühstück mit Flocken und Obst: Schneiden Sie sich ein Stück Obst z.B. eine Birne in mundgerechte Stücke, kochen Sie sie mit etwas Wasser kurz auf. Geben Sie 3 bis 4 El. Flockenmischung hinzu und kochen das ganze unter Rühren noch einmal auf. Dann geben Sie nach Wunsch Milch (ich empfehle Sojadrink ohne Zuckerzusatz) dazu und Zimt, gemahlenen Ingwer, Blütenmischung oder andere Gewürze nach Belieben.
  5. Chia-Pudding mit Obst: Nehmen Sie 6 Tl. Chiasamen und geben Sie diese mit etwas Soja-Jogurt und Soja-Drink (geht natürlich auch mit jeder anderem Pflanzenmilch oder Kuhmilch) in eine Schüssel und rühren Sie gut um. Dann nach Belieben kleingeschnittenes Obst dazu oder Marmelade. Das ganze ca. 30 Min. quellen lassen und zwar außerhalb des Kühlschranks, damit es nicht eiskalt ist. Dazu trinken Sie eine Tasse Tee, dann ist es im Magen nicht mehr kalt.

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