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Affirmationen – aber die stimmen doch jetzt noch gar nicht!

Affirmationen sollen uns vom Jetzt zu einem erwünschten Ziel bringen, das Unterbewusstsein umprogrammieren, damit Träume wahr werden können.

Meist sind beide Situationen, wie auf dem obigen Bild wackelig, können schnell kippen und erfordern von uns die Fähigkeit, uns an das Jetzt anzupassen und Balance zu halten. Und dann auch noch den Sprung wagen, um dort drüben gut anzukommen und sicher zu landen? Mit Affirmationen soll das ja angeblich ganz einfach gehen…

Also werden Affirmationen so aufgebaut, dass Sie Ziele und Träume ganz knapp in einem Satz zusammenfassen. Diese positiven Sätze sollen uns folglich von einer Ist-Situation in eine neue, möglichst bessere Ist-Situation bringen. Diese ist ein Ziel oder beinhaltet einen Wunsch, etwas dass wir erträumen. Der Satz ist positiv formuliert und muss auch noch in der Gegenwart sein.

 

Beispiel für eine Affirmation

 

Ich möchte abnehmen. „Möchte“ zeigt allerdings an, dass ich noch nicht abnehme, also „werde“? Ich werde abnehmen. Nein, denn nun ist es in der Zukunft formuliert. Es muss in die Gegenwart.

Ich nehme ab. Aber irgendwie ist das nicht positiv, oder? Ich bin auf mein jetzt bestehendes Übergewicht konzentriert und das soll ja weg.

Also positiv, konkreter und mit einem messbaren Ziel: Dieses Jahr im Sommerurlaub wiege ich 65 kg.

Schon besser, aber was ist, wenn ich krank bin und deswegen abgenommen habe?

Dann füge ich noch einen Nebensatz dazu:

Dieses Jahr im Sommerurlaub wiege ich 65 kg, fühle mich dabei pudelwohl und bin glücklich.

Nun habe ich meine Affirmation gefunden und sage sie mir jeden Tag, schreibe sie jeden Tag oder hänge mir Zettel an den Spiegel und Küchenschrank, damit ich sie nicht vergesse.

Bei mir persönlich entstehen dann aber trotzdem negative Emotionen und ich fühle mich schlecht. Denn ich fühle einen riesigen unüberwindbaren Berg vor mir, der sich nur mit großer Anstrengung überwinden lässt und die Landung in der Zukunft ist ungewiss und vielleicht stürzt alles zusammen und es wird schlimmer, als es jetzt ist. Schnell schiebe ich diese Befürchtungen zur Seite, denn ich will ja positiv denken… Und schon verurteile ich mich für meine negativen Glaubenssätze und bin in einem Strudel, der mich immer tiefer nach unten zieht.

 

Aber die Affirmation ist doch jetzt noch gar nicht wahr!

 

Ja, genau, das ist ja der Witz bei Affirmationen. Ich sage mir Sätze, die jetzt noch nicht wahr sind und wenn ich sie tausend mal wiederholt habe, dann glaubt vielleicht mein Unterbewusstsein irgendwann mal daran und es wird wahr.

Meine Erfahrung ist, das klappt durchaus manchmal. Meistens aber nicht. Deswegen habe ich dann angefangen, die Affirmationen mit EFT in mein Unterbewusstsein einzuklopfen, mit Selbsthypnose das Tor zu öffnen und mit vielen anderen Methoden den Wächter meines Unterbewusstseins zu überlisten, dass er meine Wünsche und Ziele einlässt und ich sie verwirklichen kann.

Diesen Weg beschreibe ich im Anhang meines Buchs „Heilpulsieren – dein Herzensweg zu Freude, Zufriedenheit und Glück“ und du findest diesen Auszug auch auf meiner Webseite:

Entstehung des Heilpulsierens

 

Fragen jedoch gehen immer ins Unterbewusstsein

 

Irgendwann dann bin ich darauf gestoßen, dass Fragen immer ins Unterbewusstsein eingelassen werden, weil es Möglichkeiten sind. Diese erscheinen dem Wächter als ungefährlich und somit werden sie eingelassen und bedürfen nicht tausendfacher Wiederholung. Darauf hin habe ich sehr lange mit einer Gruppe von mehr als zehn Frauen experimentiert, wie diese Fragen zu formulieren sind und welche Wirkung die Arbeit an sich selbst dann auf das Leben und vor allem die Gefühle und Emotionen hat.

Nach langer Entwicklungszeit sind wir zu folgender Formulierung gekommen.

 

Was-ist-wenn-Fragen statt Affirmationen

 

Um bei oben genannter Affirmation zu bleiben, wird diese nun in eine Was-ist-wenn-Frage umgewandelt:

Was ist, wenn ich dieses Jahr im Sommerurlaub 65 kg wiege, mich dabei pudelwohl fühle und glücklich bin?

Und schon bin ich glücklich, fühle mich wohl, überlege, wie ich das realisieren kann und esse in Gedanken weniger Süßigkeiten und bewege mich mehr.

Ich könnte die Was-ist-wenn-Frage sogar negativ formulieren und trotzdem bliebe die positive Wirkung bestehen:

Was ist, wenn ich abnehme und endlich mein Übergewicht loswerde? Was ist, wenn ich dazu weniger Süßigkeiten esse und mich mehr bewege? Was ist, wenn ich es schaffe, das so zu gestalten, dass ich trotz Abnehmen satt und zufrieden bin? Was ist, wenn ich während dem Abnehmen bereits glücklich bin und mich wohl fühle? Was ist, wenn es ganz leicht geht und mir sogar Freude bereitet, gesund zu kochen? Was ist, wenn ich spüre, dass mir mehr Bewegung nicht nur zum Abnehmen verhilft, sondern ich mich auch zufriedener fühle und dadurch Stress abbaue?

Ich denke, das Prinzip der Was-ist-wenn-Fragen ist nun klar. Einfach drauf los formulieren, ohne große Regeln und alle Gedanken in eine Was-ist-wenn-Frage umwandeln.

Augenblicklich fühle ich mich wohl und habe Zuversicht, dass ich das Ziel erreichen kann, dass ich den Sprung in eine ungewisse und wackelige Zukunft schaffe!

Ich habe vor langer Zeit schon mal einen Beitrag hier auf meiner Webseite zu diesen Fragen gemacht und dort findet Ihr weitere Beispiele.

Ebenfalls verweise ich auf die kostenlose Leseprobe meines Buches. Diese könnt ihr herunterladen.

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