Wie wirkt sich ein Trauma aus?

Hat ein Mensch ein traumatisches Ereignis erlebt, dann ist dies eine Wunde. Bei manchen Menschen heilt die seelische Wunde gut, und es bleibt eine kaum sichtbare Narbe zurück, bei anderen bleibt die Narbe das Leben lang prägend, aber wirkt sich sogar positiv aus und bei einigen – es sind zum Glück nicht allzuviele – bei ihnen wirkt sich das Trauma negativ aus. Diese Menschen leiden immer oder oft an den Nachwirkungen dieser Wunde oder sie heilt niemals zu, eitert und nässt und schmerzt ein Leben lang.

Auch was als traumatisches Ereignis empfunden wird, ist von jedem einzelnen Menschen und seiner Widerstandskraft abhängig und ebenfalls von den Umständen, die es begleiten. So kann ein nicht so schlimmes Erlebnis das Faß zum Überlaufen bringen, so dass dann eine Depression oder ein Burn Out die Folge ist, obwohl nichts wirklich Schlimmes geschehen ist. Es waren einfach zuviele kleine Belastungen, die sich gehäuft haben und dann zusammen wie ein großer Berg gewirkt haben, der diesen Menschen überschüttet hat.

In modernen Studien hat man herausgefunden, dass man nicht grundsätzlich sagen kann, ein schlimmes Ereignis, eine furchtbare Kindheit oder ein Mißbrauch schaden dem Menschen. Viele Menschen sind fähig, ihre Schicksalsschläge als Herausforderungen zu betrachten und nach einiger Zeit daraus sogar etwas Positives zu ziehen. Viele Menschen lassen sich ihr Leben durch ihre Vergangenheit nicht verderben.

Traumatherapie mit EMDR

Was nun, wenn diese Bewältigungsstrategien nicht gelingen? Nicht immer ist es notwendig, jahrelang zu Therapeuten zu gehen, meist ist es sogar schädlich, im Dreck zu wühlen und jedes Detail nochmal im Einzelnen anzuschauen. Es gibt auch lösungsorientierte Traumatherapien, die in wenigen Stunden ermöglichen, eine ganz neue Sicht auf die Welt zu bekommen. Hierbei werden im Gehirn neue Verknüpfungen geschaffen und diese mehrfach benutzt, bis der Gedanke an das schlimme Ereignis nicht mehr schmerzt. Dazu wird eine Verarbeitungsmethode des Menschen angewendet, die ganz natürlich ist und die jeder Einzelne von uns jede Nacht anwendet: die Augenbewegung der REM-Phase. Durch die schnelle Hin- und Herbewegung der Augen werden neue Bahnungen und Verknüpfungen im Gehirn geschaffen und plötzlich ändert sich die Sichtweise auf die Vergangenheit.

Wird die schnelle Augenbewegung absichtlich in einer Therapiesitzung angewendet, dann nennt man sie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessin). Leider wird diese schnell wirksame Therapie vor allem in den USA genutzt und ist in Deutschland noch nicht so bekannt.

EMDR wird immer in Kombination mit einem Gespräch, Mal- oder Schreibtherapie genutzt, so dass der lösungsorientierte Ansatz immer gegeben ist. Dabei ist es nicht notwendig, ins Detail zu gehen, sondern es ist nur wichtig, den Schmerz und die dazugehörigen Emotionen zu spüren. Das macht es sogar für Mißbrauchs- oder Vergewaltigungsopfer möglich, ihre Erlebnisse zu bearbeiten, ohne darüber sprechen zu müssen. Somit ist die Traumatherapie mit EMDR eine sinnvolle Möglichkeit, die Vergangenheit mal auf eine andere Art hinter sich zu lassen.

 

Hier finden Sie weitere Informationen über EMDR.

 

Wundercode des Heilpulsierens

 

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