Resilienz – in Krisen wieder aufstehen

 

Psychische Widerstandskraft, so wird Resilienz im Allgemeinen definiert. Vor kurzem war dies das zentrale Wort, mit dem meine Erzählung über mich und einige mir wichtige Lebensabschnitte zusammengefasst wurden. Zuerst hat mich das erstaunt, dann jedoch wurde mir klar, dass es mein Leben und meine Einstellung zum Leben gut zusammenfasst:

Ja, ich bin widerstandsfähig und ich stehe immer wieder auf, wenn ich hingefallen bin. Auch versuche ich in jedem, was in meinem Leben geschieht, etwas Positives zu erkennen und meine Glücksgefühle nicht davon abhängig zu machen, welche Stürme im Außen gerade toben.

Ähnlich wie bei einer Eidechse, der es möglich ist, Gliedmaßen oder ihren Schwanz wieder nachwachsen zu lassen, so wächst mir auch in schweren Zeiten immer wieder eine Erfahrung, die mir ermöglicht, mich zu freuen, zu lachen und wieder Licht am Ende des Tunnels zu entdecken.

 

Resilienz heißt nicht, keine schmerzhaften Erfahrungen zu machen

 

Dass ich eher darauf schaue, in Herausforderungen die Geschenke zu entdecken, bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht tiefen Schmerz empfinden kann! Das bedeutet erst recht nicht, dass ich tiefe und negative Gefühle verdränge. Ganz im Gegenteil: Schmerz und Trauer auszuleben und auszudrücken, bspw. im Schreiben ermöglicht mir eine Gleichzeitigkeit der verschiedensten Gefühle. Es ist ähnlich wie das Schauen eines guten Filmes: da welchseln meine Emotionen schnell von Trauer und Wut, Enttäuschung, Aufregung über Freude und Erleichterung. So ähnlich empfinde ich das in meinem Leben auch. Es wäre langweilig und fade, wenn ich nur glücklich wäre und ich bin mir sicher, das Leben ist dazu da, ständig in einem Cocktail verschiedenster Gefühle zu schwimmen.

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